Richtige Abfalltrennung und -entsorgung





Alttextilien und Schuhe


 

Seit kurzem stehen die nagelneuen Altkleider Sammelboxen der Carla in unserer Gemeinde. Doch was gehört dort hinein?

 

So sammeln Sie richtig: 

Tragbare, saubere Kleidung, tragbare Schuhe (paarweise gebündelt z.B. mit den Schuhbändern zusammengebunden), saubere Heimtextilien wie Bettwäsche, Vorhänge, Decken und Pölster in einen transparenten Sack geben – damit auch alles trocken bleibt – diesen verschließen und in die Sammelboxen werfen. 

 

Andere Sachspenden wie gut erhaltene Bücher, Stofftiere, Spielsachen, Geschirr, CDs können direkt in den Carla Märkten abgegeben werden. 

 

Das kommt zum Restmüll: Kaputte und verschmutzte Kleidung und Schuhe.

 

Weitere Informationen zur Abfalltrennung gibt es hier: https://www.awv.steiermark.at/cms/ziel/832293/DE/

 

Mehr über Carla finden Sie hier: 

https://www.carla.at/

 

Neue Sammelboxen in Graz-Umgebung

Schon bisher erfolgte die Sammlung der Altkleider und Schuhe in vier Gemeinden von Graz-Umgebung durch Carla, einem Beschäftigungsprojekt und der Sachspendendrehscheibe der Caritas Steiermark. Ab Jänner 2022 wird nun Carla im gesamten Bezirk für eine wöchentliche Entleerung der brandneuen weißen Sammelboxen sorgen und die gesammelten Kleiderspenden auch verwerten.

 

 

 

Was passiert mit der Kleidung und den Schuhen aus der Sammelbox bei Carla?

Carla betreibt alle Verarbeitungsschritte im Sachspenden-Kreislauf selbst: Vom Entleeren der Container über den Transport, von der Lagerlogistik über die Sortierung bis zum Verkauf. Die Textilien werden in Graz sortiert, überprüft, bewertet und je nach Qualität dem Wiederverwertungskreislauf zugeführt. Beschäftigt sind Menschen, die am Rand des Arbeitsmarktes stehen und somit eine Möglichkeit bekommen, wieder ins reguläre Arbeitsleben zurückzufinden. Abhängig vom Zustand der Sachspenden erfolgt die Weitergabe an Caritas-Einrichtungen oder die Weitergabe an bedürftige Personen über Carla basic Gutscheine, die Auslieferung an die 33 Carla-Shops in der ganzen Steiermark, der Verkauf in den Großhandel oder die fachgerechte Entsorgung.

Wie werden sie verwertet? Carla verwertet einen Großteil der Ware in der Steiermark und trägt somit zu einer regionalen Wertschöpfungskette bei. Bei Textilien und Schuhen liegt der Shop-Anteil bei rund 25%, der Müllanteil bei 15%. Nicht verwertet werden können schadhafte, schmutzige, nasse und unvollständige Sachspenden. Aber nicht für alle Sachspenden gibt es in der Steiermark eine Nachfrage. Diese Waren, die nicht über die Shops verkauft werden können, werden an weitere Händler verkauft und veräußert. Carla hat ein Netz von 120 Abnehmer*innen. Die Händler kommen vorwiegend aus dem osteuropäischen Raum und dem Balkan. In der Regel sind das Familienbetriebe oder Kleinstunternehmen mit einem Secondhandgeschäft oder einem Flohmarkthandel in ihrer Heimat. Klassische Großhändler, welche die bei Carla gekauften Waren an Dritte weiterverkaufen, gibt es nur vier. 

Warum sind das Einkaufen und das Spenden gut erhaltener Waren gut für die Umwelt? Der Konsum und das Spenden von gut erhaltener Secondhandware verlängert die Nutzungsdauer und trägt damit zu einer Schonung von Ressourcen bei und hilft Müll zu vermeiden. Bei Textilien reduziert es den Aufwand für Ackerflächen und den Einsatz von Wasser, Pestiziden oder Kunstdünger bei der Neuproduktion, es verringert Transportkosten und den CO2-Ausstoß.

 


Der Gelbe Sack / die Gelbe Tonne Leichtverpackungen


In den GELBEN Sack / die GELBE Tonne kommen nur Leichtverpackungen—das sind ausschließlich Verpackungen aus Kunst- und Verbundstoff, Styropor, Holz, textilem Material und Keramik. In Graz-Umgebung fallen jährlich rund 3.800 Tonnen bzw. 24,6 kg pro Kopf an. Leider finden sich bis zu 21 % an Fehlwürfen im Gelben Sack bzw. in der Gelben Tonne wie Glas, Papier und Restmüll. 

Was passiert mit den gesammelten Leichtverpackungen?

In der Sortieranlage von Saubermacher in Graz werden sie in einer Kombination aus mechanischen und automatischen Sortierstufen in 14 verschiedene Kunststofffraktionen (incl. Getränkeverbundkartons) sowie Alu- und Weißblechverpackungen für eine spätere stoffliche Verwertung aufgetrennt. Der Anteil für die stoffliche Verwertung beträgt 47 %. Rund 50 % wandern als Ersatzbrennstoff in die thermische Verwertung. Der Rest sind 3% an Störstoffen wie Steine und PVC. 

 

Alles beginnt in der Sortieranlage mit dem sogenannte „Sackaufreißer“. Danach werden Folien vom Rest des Materials getrennt. Die Folien werden danach in die Sortierkabine per Hand nach Material und Farbe sortiert. 

 

 

Im Trommelsieb werden Verpackungen nach Größe separiert. Große Teile werden anschließend händisch aussortiert, kleinere Verpackungen werden im Kreisschwingsieb weiterbearbeitet. Dort werden ganz kleine Teile herausgefiltert, diese gehen in die thermische Verwertung. Ein Windsichter saugt Kleinfolien usw. ab. Die restlichen Abfälle werden beim Magnetabscheider von Eisen-Störstoffen befreit. Die Nicht-Eisen-Metalle werden von einem Wirbelstrom-Abscheider abgeschieden. Im ballistischen Separator wird das Material durchgerüttelt, PET-Flaschen und andere Hohlkörper werden von anderen Leichtverpackungen wie Wurstverpackungen getrennt. 

 

Im Bereich der automatischen Sortierung wird mit Nahinfrarot-Technologie gearbeitet. PET-Flaschen werden auf dieser Maschine nach Farben sortiert. Um eine Sortenreinheit zu erreichen ist händische Nachsortierung notwendig. Ein Förderband bringt die aussortierten Materialien zum Schluss zur Ballenpresse. 

 

Danach beginnt erst der lange Weg zur stofflichen Verwertung der aussortierten Kunststofffraktionen (PET, PP, PE, PS usw.) sowie der Alu- und Weißblechverpackungen.

 

Das darf in den GELBEN Sack /die GELBE Tonne:

Kunststoffverpackungen:

• Flaschen für Getränke, Putz-und Reinigungsmittel oder Körperpflegemittel 

• Becher für Joghurt, Kaffee, etc.

• Sackerl für Kaffee, Suppen, etc.

• Tuben für Zahnpasta, etc.

• Styroporverpackungen

• Tassen für Obst, Gemüse und Fleisch

• Verpackungsfolien

• Deckel und Verschlüsse

Verpackungen aus Verbundstoffen:

• Blisterverpackungen für Tabletten, Kaugummis, Zahnbürsten, etc.

• Milch– und Getränkekartons

Verpackungen aus Textil:

• Jutesäcke

• Netze für Obst und Gemüse

Verpackungen aus Holz:

• Holzsteigen und –kisten für Obst, Gemüse, Wein, etc.

• Holzwolle

Sonstiges:

• Kosmetiktiegel aus Keramik

 

Bitte alle Leichtverpackungen sauber und restentleert einwerfen!

 

Tipp: 

Plastikflaschen flach drücken und in den GELBEN Sack / die GELBE Tonne werfen!

Das spart viel Platz.

 


Die Recycling-Champions: Metallverpackungen


Die in der BLAUEN Tonne gesammelten Metallverpackungen bestehen überwiegend aus Weißblech oder Aluminium. Die Eigenschaften von Stahl (Weißblech) und Aluminium machen diese Materialien zu Recycling-Champions - sie können beliebig oft, ohne Qualitätsverluste, aufbereitet werden! Dafür müssen sie aber zuerst in der BLAUEN Tonne landen. WICHTIG: Verpackungen ausschließlich vollständig entleert in den Behälter einbringen!

 

Verpackungsschrott gilt als hochwertiger Rohstoff für die Weiterverarbeitung in der Stahlindustrie. Getrennt gesammelte Metallverpackungen kommen im ersten Schritt in eine Sortieranlage. Hier werden die Eisenverpackungen (z.B. Stahlblech-Verpackungen) entweder händisch oder mithilfe eines Magneten aus den restlichen Altmetallen herausgetrennt. Die Eisenmetalle werden im nächsten Schritt entweder zu Paketen verpresst oder mit anderen Schrottsorten und Roheisen zu Schredderschrott verdichtet und anschließend ins Schmelzwerk gebracht. Die nicht-magnetischen Aluminiumverpackungen werden nach der Sammlung in der Sortieranlage entweder händisch oder mit Wirbelstromabscheidern von den restlichen Altmetallen getrennt. Das Recycling von Aluminium verbraucht um 95 % weniger Energie als die Primärerzeugung von Aluminium aus dem Erz Bauxit. Die entstandenen Pressbarren dienen als Ausgangsstoff für die Weiterverarbeitung zu neuen Dosen oder Aluprofilen für den Bau. Mehr dazu unter https://rundgehts.at.

 

Das darf NICHT in die BLAUE Tonne:

  • Eisenschrott (Wäscheständer, Pfannen, Metallgitter, Schrauben etc.) gilt als Fehlwurf. Ab einem Fehlwurfanteil von 5% sind Zuzahlungen von den Kommunen an die Sammel– und Verwertungssysteme zu leisten! Bitte ins Altstoffsammelzentrum bringen.
  • Elektro– und Elektronikgeräte: Bitte ins Altstoffsammelzentrum bringen oder Zug um Zug im Handel zurückgeben.
  • Spraydosen mit Restinhalt: Bitte im Altstoffsammelzentrum abgeben, da Explosionsgefahr!
  • Lackdosen mit Restinhalt: Bitte ins Altstoffsammelzentrum bringen.
  • Menüschüsseln aus Metall mit Restinhalten (z.B. Fertiggerichte): Bitte in den Restmüll geben.
  • Metallähnliche Folien z.B. Chipssackerl oder Blisterverpackungen für Tabletten: gehören in die GELBE Tonne / den GELBEN Sack.
  • Kunststoffsäcke

 

Tipp: Mehrweggetränke aus der Region sind ökologisch die absoluten Spitzenreiter! Beim nächsten Bierkauf greif zur wiederbefüllbaren Mehrweg-Glasflasche statt zur Einweg-Glasflasche oder Aludose!

 

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage

unter www.awv-graz-umgebung.at

Gerne beantworten wir Ihre Fragen auch telefonisch!

Sie erreichen uns unter der Nummer Tel: +43 316 680040.

 

Die Abfallberaterinnen des Abfallwirtschaftsverbandes Graz-Umgebung