Informationen zur richtigen Abfalltrennung




Kartonagen



Der Gelbe Sack / die Gelbe Tonne Leichtverpackungen


In den GELBEN Sack / die GELBE Tonne kommen nur Leichtverpackungen—das sind ausschließlich Verpackungen aus Kunst- und Verbundstoff, Styropor, Holz, textilem Material und Keramik. In Graz-Umgebung fallen jährlich rund 3.800 Tonnen bzw. 24,6 kg pro Kopf an. Leider finden sich bis zu 21 % an Fehlwürfen im Gelben Sack bzw. in der Gelben Tonne wie Glas, Papier und Restmüll. 

Was passiert mit den gesammelten Leichtverpackungen?

In der Sortieranlage von Saubermacher in Graz werden sie in einer Kombination aus mechanischen und automatischen Sortierstufen in 14 verschiedene Kunststofffraktionen (incl. Getränkeverbundkartons) sowie Alu- und Weißblechverpackungen für eine spätere stoffliche Verwertung aufgetrennt. Der Anteil für die stoffliche Verwertung beträgt 47 %. Rund 50 % wandern als Ersatzbrennstoff in die thermische Verwertung. Der Rest sind 3% an Störstoffen wie Steine und PVC. 

 

Alles beginnt in der Sortieranlage mit dem sogenannte „Sackaufreißer“. Danach werden Folien vom Rest des Materials getrennt. Die Folien werden danach in die Sortierkabine per Hand nach Material und Farbe sortiert. 

 

 

Im Trommelsieb werden Verpackungen nach Größe separiert. Große Teile werden anschließend händisch aussortiert, kleinere Verpackungen werden im Kreisschwingsieb weiterbearbeitet. Dort werden ganz kleine Teile herausgefiltert, diese gehen in die thermische Verwertung. Ein Windsichter saugt Kleinfolien usw. ab. Die restlichen Abfälle werden beim Magnetabscheider von Eisen-Störstoffen befreit. Die Nicht-Eisen-Metalle werden von einem Wirbelstrom-Abscheider abgeschieden. Im ballistischen Separator wird das Material durchgerüttelt, PET-Flaschen und andere Hohlkörper werden von anderen Leichtverpackungen wie Wurstverpackungen getrennt. 

 

Im Bereich der automatischen Sortierung wird mit Nahinfrarot-Technologie gearbeitet. PET-Flaschen werden auf dieser Maschine nach Farben sortiert. Um eine Sortenreinheit zu erreichen ist händische Nachsortierung notwendig. Ein Förderband bringt die aussortierten Materialien zum Schluss zur Ballenpresse. 

 

Danach beginnt erst der lange Weg zur stofflichen Verwertung der aussortierten Kunststofffraktionen (PET, PP, PE, PS usw.) sowie der Alu- und Weißblechverpackungen.

 

Das darf in den GELBEN Sack /die GELBE Tonne:

Kunststoffverpackungen:

• Flaschen für Getränke, Putz-und Reinigungsmittel oder Körperpflegemittel 

• Becher für Joghurt, Kaffee, etc.

• Sackerl für Kaffee, Suppen, etc.

• Tuben für Zahnpasta, etc.

• Styroporverpackungen

• Tassen für Obst, Gemüse und Fleisch

• Verpackungsfolien

• Deckel und Verschlüsse

Verpackungen aus Verbundstoffen:

• Blisterverpackungen für Tabletten, Kaugummis, Zahnbürsten, etc.

• Milch– und Getränkekartons

Verpackungen aus Textil:

• Jutesäcke

• Netze für Obst und Gemüse

Verpackungen aus Holz:

• Holzsteigen und –kisten für Obst, Gemüse, Wein, etc.

• Holzwolle

Sonstiges:

• Kosmetiktiegel aus Keramik

 

Bitte alle Leichtverpackungen sauber und restentleert einwerfen!

 

Tipp: 

Plastikflaschen flach drücken und in den GELBEN Sack / die GELBE Tonne werfen!

Das spart viel Platz.

 


Die Recycling-Champions: Metallverpackungen


Die in der BLAUEN Tonne gesammelten Metallverpackungen bestehen überwiegend aus Weißblech oder Aluminium. Die Eigenschaften von Stahl (Weißblech) und Aluminium machen diese Materialien zu Recycling-Champions - sie können beliebig oft, ohne Qualitätsverluste, aufbereitet werden! Dafür müssen sie aber zuerst in der BLAUEN Tonne landen. WICHTIG: Verpackungen ausschließlich vollständig entleert in den Behälter einbringen!

 

Verpackungsschrott gilt als hochwertiger Rohstoff für die Weiterverarbeitung in der Stahlindustrie. Getrennt gesammelte Metallverpackungen kommen im ersten Schritt in eine Sortieranlage. Hier werden die Eisenverpackungen (z.B. Stahlblech-Verpackungen) entweder händisch oder mithilfe eines Magneten aus den restlichen Altmetallen herausgetrennt. Die Eisenmetalle werden im nächsten Schritt entweder zu Paketen verpresst oder mit anderen Schrottsorten und Roheisen zu Schredderschrott verdichtet und anschließend ins Schmelzwerk gebracht. Die nicht-magnetischen Aluminiumverpackungen werden nach der Sammlung in der Sortieranlage entweder händisch oder mit Wirbelstromabscheidern von den restlichen Altmetallen getrennt. Das Recycling von Aluminium verbraucht um 95 % weniger Energie als die Primärerzeugung von Aluminium aus dem Erz Bauxit. Die entstandenen Pressbarren dienen als Ausgangsstoff für die Weiterverarbeitung zu neuen Dosen oder Aluprofilen für den Bau. Mehr dazu unter https://rundgehts.at.

 

Das darf NICHT in die BLAUE Tonne:

  • Eisenschrott (Wäscheständer, Pfannen, Metallgitter, Schrauben etc.) gilt als Fehlwurf. Ab einem Fehlwurfanteil von 5% sind Zuzahlungen von den Kommunen an die Sammel– und Verwertungssysteme zu leisten! Bitte ins Altstoffsammelzentrum bringen.
  • Elektro– und Elektronikgeräte: Bitte ins Altstoffsammelzentrum bringen oder Zug um Zug im Handel zurückgeben.
  • Spraydosen mit Restinhalt: Bitte im Altstoffsammelzentrum abgeben, da Explosionsgefahr!
  • Lackdosen mit Restinhalt: Bitte ins Altstoffsammelzentrum bringen.
  • Menüschüsseln aus Metall mit Restinhalten (z.B. Fertiggerichte): Bitte in den Restmüll geben.
  • Metallähnliche Folien z.B. Chipssackerl oder Blisterverpackungen für Tabletten: gehören in die GELBE Tonne / den GELBEN Sack.
  • Kunststoffsäcke

 

Tipp: Mehrweggetränke aus der Region sind ökologisch die absoluten Spitzenreiter! Beim nächsten Bierkauf greif zur wiederbefüllbaren Mehrweg-Glasflasche statt zur Einweg-Glasflasche oder Aludose!

 

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage

unter www.awv-graz-umgebung.at

Gerne beantworten wir Ihre Fragen auch telefonisch!

Sie erreichen uns unter der Nummer Tel: +43 316 680040.

 

Die Abfallberaterinnen des Abfallwirtschaftsverbandes Graz-Umgebung