Innovative PV-Anlagen und Doppelnutzung


Um die erst kürzlich von der EU beschlossenen Klimaziele und die nationalen Vorgaben zu erreichen, müssen innovative Maßnahmen gefördert und umgesetzt werden. Das Regierungsprogramm sieht vor, dass Österreich bis 2040 die Klimaneutralität erreicht hat. 

 

Basierend auf aktuellen Studien ist für den erforderlichen PV Ausbau das Potential von Dachflächen zu gering, um die Ziele zu erreichen. Das größte Potential haben Freiflächenanlagen, die jedoch mit Skepsis betrachtet werden müssen.

 

Freiflächenanlagen sollten nur auf minderwertigen bzw. vorgenutzten Flächen errichtet werden. In letzter Zeit werden vor allem steirische Landwirt*innen mit Optionsverträgen von großen Investor*Innen bedrängt. Bevor ein solcher Vertrag angedacht wird, rate ich allen Betroffenen mit der Landwirtschaftskammer Kontakt aufzunehmen. 

 

Bevor wir aber unsere Böden angreifen, sollten wir uns Alternativen überlegen:

 

Das Land Steiermark fördert nun innovative PV-Anlagen.

Was kann man sich darunter vorstellen?

 

Gefördert werden unter anderem:

  • Bauwerksintegrierte Photovoltaikanlagen, die zusätzlich Aufgaben eines Bauelements übernehmen.
  • Photovoltaikanlagen mit farbigen Modulen, deren Ausführung eine Errichtung in Bereichen des Ortsbild- und Landschaftsschutzes sowie in Altstadtschutzzonen von Graz ermöglichen.
  • Anlagen mit Hybridkollektoren (PVT), die Solarthermie und PV kombinieren und so eine höhere Energieeffizienz erreichen.
  • Photovoltaikanlagen auf befestigten Betriebsflächen bzw. PV-Überdachungen (z.B. größere Carports, Parkraumüberdachungen) sowie auf Straßen- bzw. Schienenverkehrsanlagen oder Verkehrsrandflächen, Abbauflächen, Halden und Deponien.
  • Agrar-PV Anlagen, die bereits landwirtschaftlich genutzte Flächen einer Doppelnutzung zuführen. Voraussetzung dafür ist, dass die Fläche weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden kann. 
  • Schwimmende Photovoltaikanlagen auf ruhigen Wasserflächen wie beispielsweise künstlichen Teichen (Floating PV).

 

Mag. Christoph Stangl

KEM Manager Grat²


KEM-Manager der Region Grat2


Die Gemeinden Gratkorn und Gratwein-Straßengel bilden ab nun gemeinsam eine KEM-Region. Diese Abkürzung steht für Klima- und Energiemodellregion und davon gibt es bereits über 100 in Österreich. Unsere Region trägt den Namen Grat² (Gratquadrat) und wird sich in den nächsten Jahren intensiv dem Thema Klimaschutz und Energieeffizienz widmen. Im ersten Jahr wird ein Umsetzungskonzept mit zehn konkreten Zielen erstellt, die dann in den folgenden zwei Jahren Schritt für Schritt umgesetzt werden.

 

Als KEM Manager werde ich Sie in den nächsten Jahren unter anderem auch in diesem Medium über klimarelevante Themen informieren und möchte Sie schon vorab um Ihre Mitwirkung bitten, damit unsere KEM Region zu einem vollen Erfolg wird und wir gemeinsam einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Energieautarkie leisten können.

 

KEM-Manager GR Christoph Stangl - Marktgemeinde Gratwein-Straßengel

Mail: kem@gratquadrat.at